Wie werden diese Vorstellungen umgesetzt?
Das Verfahren das dies leistet, heißt 6TO5-SCAN und ist eine neue Art der
Fotografie, bei der Farbe und Form von Objekten unabhängig voneinander erfasst
werden. In der hier zu betrachtenden Anwendung werden flache, strukturierte
Vorlagen, kleine Körper oder Ansammlungen von kleinen Körpern gescannt.
Der Scanvorgang teilt sich auf in einen Farbscan und in einen 3D-Scan, der die Höhe
der Struktur oder der Objekte exakt erfasst. Die dabei entstehenden Farb- und
Distanzmatrizen werden zu einer 6D-Bildmatrix (x, y, z; R, G, B) im Computer
zusammengerechnet. Dieses 6D-Bild stellt eine vollkommene, farbige Repräsentation
der Originalvorlage im Computer dar, bei der alle Farb- und Raum- und damit auch
Beleuchtungseigenschaften noch frei veränderbar sind. Ist es einmal erstellt, so
benötigt man die Vorlage nicht mehr. Das 6D-Bild ist die Basis aller folgenden
Einstellungen.
Im nächsten Schritt leuchtet man im Computer die virtuelle, farbige Topologie der
strukturierten Vorlage mit künstlichen Lichtquellen aus. Dabei entstehen Licht und
Schatten. Natürlich sind beliebig gute (z.B. unendlich ausgedehnte und konstante)
und beliebig viele auch individuelle Lichtquellen rechenbar. Höhen- und Seitenwinkel
der Beleuchtung sind frei wählbar. Änderungen oder Korrekturen werden durch
wenige Mausklicks ausgeführt.